Palais Frankfurt
palais7 palais8

Wechselvolle Geschichte

Das Thurn-und-Taxis-Palais wurde 1729 bis 1739 von Robert de Cotte, Hofarchitekt des Sonnenkönigs Ludwig XIV., im Auftrag des Reichserbgeneralpostmeisters Fürst Anselm Franz von Thurn und Taxis erbaut. Das Stadtschloss erlebte eine wechselvolle Geschichte: 1748 wurde es Sitz der Hauptverwaltung der Kaiserlich-Thurn-und-Taxis’schen Post, 1805 bis 1813 Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt am Main, Carl Theodor von Dalberg.

Nach der Wiederherstellung der Freien Stadt Frankfurt am Main tagte hier von 1816 bis 1866 der Bundestag des Deutschen Bundes. 1895 verkaufte Fürst Albert I. von Thurn und Taxis das Palais an die Reichspost, nachdem er die Innenausstattung in sein Schloss Emmeram in Regensburg hatte bringen lassen, wo sie sich heute noch befindet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das prachtvolle Gebäude stark beschädigt. Von 2007 bis 2009 wurde es nach Originalplänen – mit funktionsgerechter Raumaufteilung und modernster Technik – wieder aufgebaut. Dabei haben die Architekten das herausgearbeitet, was das Palais zu seiner Blütezeit ausgemacht hat: die historische Fassade, die prächtigen Innenräume und den stimmungsvollen Innenhof.